Wie kommt das Wasser von den Wurzeln ins Blatt? Was ist ein „Mäusel-Sprung“? Was ist ein „Mistkäfer-Taxi“? Diese und andere Fragen warteten am vergangenen Donnerstag auf die Schülerinnen und Schüler des Förderstufenjahrgangs 5 der Burgsitzschule in Spangenberg.

Seit zehn Jahren finden die Waldjugendspiele unter der Leitung von Frau Susanne Hesse vom Forstamt Melsungen während der Einführungswoche für die neuen Förderstufenschülerinnen und - schüler im Spangenberger Eichelgärtchen statt, seit diesem Jahr jedoch mit neuem Konzept. So steht nicht mehr der Wettkampf der einzelnen Gruppen untereinander im Vordergrund. Vielmehr geht es um das intensive und nachhaltige Walderlebnis anhand von Aktionen, die den Wald mit einbeziehen statt ihn nur als Kulisse zu verwenden. Außerdem werden zentrale Themen über den Wald, seine Nutzung und seine Bewohner auf spielerische Weise vermittelt – aber auch da gilt: „Klasse statt Masse“. Das intensive Erleben ist wichtiger als die Menge an Aufgaben und Detailwissen.

Schon im Vorfeld waren die Klassen in sechs Gruppen, die alle den Namen eines Waldtieres trugen, aufgeteilt worden. So konnten die Kinder, als sie um 8.30 Uhr im Wald angekommen und von Frau Hesse und ihrem Team begrüßt worden waren, gleich starten. Sechs verschiedene Themenbereiche wurden an Stationen bearbeitet. So lernten die Schülerinnen und Schüler z.B. verschiedene Baumarten kennen, beschäftigten sich mit dem Bereich Holz und Forstwirtschaft, gingen dem „Wunder der Photosynthese“ nach, erforschten den Waldboden und verglichen beim Tier-Weitsprung ihre Fähigkeiten mit denen von Waldtieren. Auch Kreativität war gefragt. An der Station „Natur und Kunst“ stellten die Kinder ihre Fundstücke aus der Natur zu neuen Kunstwerken zusammen: Sie konnten Bilder oder Mandalas legen, Wörter schreiben oder Bäume verzieren. Manche Aufgaben, wie z.B. das „Geräusche-Memory“ an der Station „Sinnliche Wahrnehmung“, waren sogar nur mit Hilfe eines guten Teams zu lösen.

Dass das neue Konzept von Hessen Forst bei den Kindern gut ankam, wurde an dem Elan und dem Kampfgeist sichtbar, mit dem sich die sechs Teams den Aufgaben stellten. Damit hat es sich einmal wieder gezeigt: Auf die „Klasse“ und nicht auf die „Masse“ kommt es an.

„Waschbär-Gruppe“, von links nach rechts: Jule L., Luisa J., Joel H., Justus Z.

Tyler B., Louis U., Luca H., Nils W., Lukas G., Leon S.

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