Am Mittwoch, den 30.11.2016, bot sich für viele Schülerinnen und Schüler der Burgsitzschule eine besondere Gelegenheit: Zu Gast an der Schule war das Theater Thevo. Den Schülern wurde das Stück „FluchtEnde?“ dargeboten und im Anschluss wurden sie sogar dazu aufgefordert, das Theaterstück selbst zu inszenieren.

So konnten sie sich mit einem wichtigen aktuellen Thema auseinandersetzen und das auf eine ganz besondere Art und Weise. Finanziert wurde die Aufführung durch das Projekt „Gewalt geht nicht“ des Schwalm-Eder-Kreises.

Der Beginn der Geschichte spielte in Mexagado, einem fiktiven Land, in dem eine brutale Militärdiktatur herrscht. Der 15-jährige Daniel muss dieses Land verlassen und kommt in Deutschland an einem Flughafen an. Dort sollte er eigentlich von seinem Onkel abgeholt werden, doch dieser taucht nicht auf. Die Behörden nehmen ihn in Empfang und er bekommt den Status eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings. An seinem ersten Schultag lernt er Lilli und Luke kennen. Lilli mag Daniel und findet ihn interessant, während Luke ihn eher als Konkurrenz wahrnimmt, ist er doch heimlich in Lilli verliebt. Die Situation wird immer schwieriger bis es zu einer Schlägerei zwischen den beiden kommt…

Nachdem es zu diesem Showdown kam, waren die Schülerinnen und Schüler gefragt. Das Stück sollte ein zweites Mal aufgeführt werden, aber jetzt durften sich die beiden Figuren Lilli und Luke anders verhalten. Es galt das Verhalten gegenüber Daniel zu hinterfragen und zu verbessern. Wie sollte man sich einem Jugendlichen, der neu in die Klasse kommt und noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat, gegenüber verhalten? Die Schülerinnen und Schüler hatten hierbei vielfältige Ideen: So sei es doch wichtig, dass man auf „den Neuen“ offen zugehe, mit ihm ins Gespräch komme, aber auch dass man langsam spreche.

Die drei Schauspieler spielten also das Stück ein weiteres Mal und die Schülerinnen und Schülern riefen „Stopp“, wenn ihnen etwas nicht gefiel. Dann durften sie selbst in die Rolle von Lilli oder Luke schlüpfen und einmal zeigen, wie ihre Idee umgesetzt werden sollte. So konnten sie neben ihrer Kreativität auch ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. Diese Inszenierung als sogenanntes Forum-Theater war für die Schülerinnen und Schüler etwas ganz Besonderes und hat ihnen viel Spaß gemacht.

V. Reichmann
-Haupt- und Realschulzweigleiterin_

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